»Er war einer von der Bande.
Niemand störte sich daran, daß er dichtete –
das war durchaus üblich.«
Christopher Isherwood

Neuerscheinungen Frühjahr 2010

Buchtitel Christopher Isherwood
Löwen und Schatten
Eine englische Jugend in den zwanziger Jahren

Der Film »Cabaret« machte Christopher Isherwood zu einem weltberühmten Autor. Berühmt war er schon vorher: als Verfasser zweier großartiger Romane, die zur Vorlage des Films wurden. Und, weil er mit Stephen Spender und W. H. Auden eine spektakuläre homosexuelle »Ménage-à-Trois« bildete. Seine offenherzigen Jugenderinnerungen lesen sich als eine »Education sentimentale« wie es nur wenige gibt in der Weltliteratur. Eine komisch ironische Schilderung von Tagträumen, Einsichten, fast ein Roman: darüber, wie alles anfing: Die Liebe zur Literatur und die zu den Männern.
Buchtitel Maike Albath
Der Geist von Turin
Pavese, Ginzburg, Einaudi und die Wiedergeburt Italiens nach 1943

In Mussolinis Italien, im Schatten der Fabriken von Fiat und Olivetti, begegneten sich in den dreißiger Jahren in Turin ein paar gebildete junge Leute. Sie gründeten Zeitschriften und Verlage, schrieben kritische Artikel, nahmen Verbannung und Gefängnis auf sich und fühlten sich als Avantgarde. Und das waren sie: Aus dem Kreis um Cesare Pavese, Leone und Natalia Ginzburg und den Verlag Einaudi kam jener Geist, der nach 1945 das Klima intellektueller Freiheit in Italien wesentlich geprägt hat.
Buchtitel Perry Anderson
Eine verspätete Begegnung
Geschichte meines Vaters in China 1914–1941

Ein ungewöhnlicher Blick auf China: Perry Anderson, einer der brillantesten Zeithistoriker und politischen Philosophen Großbritanniens, erinnert sich an seinen irischen Vater: James Anderson arbeitete von 1914 bis 1941 im von Bürgerkriegen und revolutionären Umbrüchen zerrissenen China. Perry Andersons verspätete Begegnung mit seinem Vater ist die sehr persönliche Rekonstruktion eines abenteuerlichen Lebenslaufs, hin und hergerissen zwischen dem kriegsbedrohten Europa und dem asiatischen Riesenland.