Héctor Abad Brief an einen Schatten

Eine Geschichte aus Kolumbien

Leseprobe Dies ist die Geschichte des Kolumbianers Héctor Abad. Und die seines Vaters, eines der bedeutendsten Ärzte Lateinamerikas, der die Epidemien seines Kontinents besiegen wollte und am Ende der letzten, schlimmsten erlag: der politischen Gewalt. Wie so viele Hoffnungsträger Kolumbiens kostete sein Gerechtigkeitsempfinden auch diesen Wissenschaftler das Leben. Abads Geschichte seines Vaters ist auch die seiner eigenen Jugend im Schatten von Gewalt und Fanatismus. Er erzählt vom Aufwachsen zwischen archaischer Religiosität und weltläufiger Bürgerlichkeit, vor allem aber von einem Mann, der versuchte, ein ganzes Land zu heilen.


In den Warenkorb legen Héctor Abad
Brief an einen Schatten
Aus dem Spanischen von Sabine Giersberg
200 Seiten · Abbildungen · Halbleinen · fadengeheftet · 164 x 228 mm
Frühjahr 2009
ISBN 978-3-937834-28-3
EUR 24,00 / sFR 43,00


Héctor Abad
Héctor Abad Faciolince wurde 1958 in Medellín, Kolumbien, geboren. Wegen eines papstkritischen Artikels von der Universität relegiert, verließ er... mehr



Rezensionen:


»Die bewegende Geschichte einer großen Liebe zwischen Vater und Sohn.«

Dieter Thomä, Die Zeit

»Wenn ich Ihnen etwas empfehlen darf: Lesen Sie das Buch von Hector Abad. Es ist nicht nur ein schönes und tief bewegendes Stück Literatur, nicht nur eine notwendige Lektion über aktuelle Themen, die in Mode sind, wie bürgerliche Erziehung und das Verhältnis zwischen persönlicher und geschichtlicher Erinnerung, es ist ein unersetzliches Zeugnis des Kampfs für Demokratie und Aufklärung und Toleranz. Sie können dort sehen, wie mörderische Gewalt entsteht und sich fortsetzt welche Rolle die Katholische Kirche dabei spielt und wie viel Mut jene Lateinamerikaner gezeigt haben, die jahrelang waffenlos gegen Gewalt und für Gerechtigkeit gekämpft haben.«

Fernando Savater, El Pais

»Héctor Abad zeichnet das ergreifende Porträt eines sanftmütigen und doch beharrlichen, ja geradezu starrköpfigen Mannes, der die Utopie einer zivilen Gesellschaft zu leben versucht. Und der seine Prinzipien der Freiheit und Gewaltlosigkeit im Umgang mit seinem Sohn auf wunderbare Weise verwirklicht.«

Kulturradio, Claus-Ulrich Bielefeld

»Hector Abads Erinnerungen sind nicht nur ein Abriss der Geschichte Kolumbiens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sondern auch eine ebenso bewegende wie beeindruckende Dokumentation eines ganz besonderen Vater-Sohn-Verhältnisses und einer Geschichte einer außergewöhnlichen Familie mit jüdischen Wurzeln auf der Vaterseite.«

www.sandammeer.at - Literaturzeitschrift im Internet, Winfried Stanzick