Héctor Abad Das Gedicht in der Tasche

Zwei Gedächtniserforschungen

Leseprobe Als sein Vater am 27. August 1987 ermordet auf der ­Straße in Medellin lag, fand Hector Abad in der Jacke des Toten ein Gedicht, das dieser offenbar kurz vorher abgeschrieben hatte – Unterschrift J.L.B. Überzeugt, es handele sich um ein Werk von Jorge Luis Borges, und genötigt von einem Chor von Menschen, die das Gegenteil behaupteten, machte sich der Sohn auf die Suche nach der Wahrheit. Dass daraus eine Reise um die halbe Welt wurde, konnte er nicht ahnen. Das Gedicht ist von Borges, klarer Fall. Der Leser dieser poetischen Reise durch die Geo­graphie der lateinamerikanischen Seele könnte aber zu ganz anderen Schlüssen kommen.

»Ein faszinierendes Buch. Vor allem, weil man, dank der Zauberkraft des Erzählers, meint, alles sei eine wunderschöne Fiktion. Dabei ist alles wahr.«
Mario Vargas Llosa


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Das Gedicht in der Tasche
Aus dem Spanischen von Ulrich Kunzmann
136 Seiten · Abbildungen · Halbleinen · fadengeheftet · 164 x 228 mm
Frühjahr 2011
ISBN 978-3-937834-43-6
EUR 20,00


Héctor Abad
Héctor Abad Faciolince wurde 1958 in Medellín, Kolumbien, geboren. Wegen eines papstkritischen Artikels von der Universität relegiert, verließ er... mehr



Rezensionen:


»Eine phantastische, unheimliche Geschichte, so labyrinthisch und verworren, dass sie von Jorge Luis Borges selbst stammen könnte, wenn sie nicht wahr wäre.«

Volker Breidecker, Süddeutsche Zeitung

»Borges, mit seinem Sinn für die Ironien des Lebens, hätte seinen Spaß an dem labyrinthischen Verwirrspiel um seinen Text gehabt.«

Julia Zarbach, Österreichischer Rundfunk

»Abads Ringen um die Dichtung und die Vergangenheit, um das, wovon nur die Spur der Worte bleibt, gehört zum Besten, was über die leidenschaftliche Liebe zur Literatur in den letzten Jahren geschrieben wurde.«

Leonie Meyer-Krentler, ZEIT online

»Ein wunderbar spannender Literaturkrimi. [...] So ganz nebenbei gelingt dem Berenberg Verlag ein wahrer Coup: Auch wenn die Gedichte nicht von Borges' Erbin autorisiert sind, werden sie doch erstmalig in Deutschland als echte Kostbarkeiten veröffentlicht.«

U. Gellermann, Rationalgalerie