Eliot Weinberger Das Wesentliche

Leseprobe Die hier versammelten Nachrichten aus 4000 Jahren Natur- und Menschheitsgeschichte handeln vom Wind, von Strudeln, Menschen, die Chang heißen, von Mohammed, von William Blakes Tiger, von Noahs Nachkommen in Irak und Iran, von Göttern, Heiligen und Zaunkönigen. Es sind Stücke von großer poetischer Schönheit. Ihr Autor, Eliot Weinberger, ist einer der vielseitigsten kritischen Publizisten in den USA, dessen große Liebe aber seit jeher dem babylonischen Gewirr der kulturellen Zeichen aus aller Welt und allen Zeiten gehört. Zusammengelesen ergeben diese Texte ein großartiges, weltumspannendes Bild, in dem das Wort Globalisierung einen ganz anderen, fremderen, zugleich wärmeren Sinn bekommt.


In den Warenkorb legen Eliot Weinberger
Das Wesentliche
216 Seiten · Halbleinen · fadengeheftet · 164 x 228 mm
2. Auflage
Herbst 2008
ISBN 978-3-937834-29-0
EUR 24,00


Eliot Weinberger
geboren 1949 in New York, ist Essayist und Übersetzer der Werke von Octavio Paz, Vicente Huidobro, Bei Dao und anderen. Für seine Edition der... mehr

Peter Torberg
1958 in Dortmund geboren, ist seit 1986 als Übersetzer tätig. Unter anderem hat er Paul Auster, Michael Ondaatje, Mark Twain, Irvine Welsh und... mehr



Rezensionen:


»Einer der spannendsten und unabhängigsten amerikanischen Intellektuellen.«

Sieglinde Geisel, NZZ am Sonntag

»Die Essays von Eliot Weinberger verzaubern die Welt und verändern unser Denken. Sie sind Wunderwerke. ...
Will man das Besondere der Essays von Eliot Weinberger beschreiben, könnte man sagen, sie erzählen Geschichten, die man nie gehört hat oder für möglich gehalten hätte. ... Es kann irgendwann passieren, dass sich bei der Lektüre dieser Essays ein Kräuselgefühl unter der Schädeldecke einstellt. Irgendetwas zwischen Erstaunen und Schwindel, man mag es Verzückung nennen. Oder Ruhe. ... Dieses schöne Buch des New Yorker Autors Eliot Weinberger ist wie ein Zauberwerk zu betrachten, mehr lässt sich jedenfalls von der Lektüre eines Buches nicht erwarten.«

Susanne Mayer, Die Zeit

»Weinberger verkörpert einen Typus des Intellektuellen, der in Deutschland undenkbar wäre: Ethnologe, Polyhistoriker, Autodidakt, Übersetzer von Octavio Paz und Bei Dao, gleichzeitig politischer Kolumnist und Greenwich-Village-Urgestein.«

Andreas Kilb, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Eliots Weinbergers Essays lehren, die Welt zu hinterfragen. ... Weinberger kompiliert, was anderenorts oder in früheren Zeiten geschrieben worden ist, er trägt Informationen und Aussagen über die Dinge zusammen, listet sie scheinbar nur auf, verknappt, verdichtet und sortiert sie dabei aber so, dass sie sich gegenseitig kommentieren. Unsichtbar wie der Wind tritt der Essayist selbst scheinbar hinter seine Fundstücke zurück, ist aber als ordnende und leitende Instanz, als derjenige, der die Aufmerksamkeit lenkt, dennoch immer präsent. ... Es ist die spielerischste Form einer Erkenntniskritik – und auch die poetischste.«

Michael Schmitt, Neue Zürcher Zeitung

»Eliot Weinberger erweist sich einmal mehr als Aufklärer. Als ein angenehm unaufdringlicher. Ganze Bücherregale hat er gelesen, um das Kondensat seines Wissens, einem Enzyklopädisten gleich, in einen raffinierten Essay von nur wenigen Seiten zu überführen.«

Tobias Wenzel, Frankfurter Rundschau

»In allen seinen exzentrisch funkelnden Texten zeigt Weinberger eine selbstverständliche Eleganz der Formulierung, die sich nie selber zum Thema macht oder gar erklären würde. Die Unlust, redundant zu sein, trifft sich da auf fruchtbare Weise mit dem Willen, den Leser einzufangen und ihn bis zum Ende nicht loszulassen.«

Hans-Peter Kunisch, Süddeutsche Zeitung

»Der zauberhafte Essayband verbindet in seiner angenehmen Zurückhaltung alles, was dem gehetzten Menschen heute fehlt: Kontemplation, Phantasie und ein Schuss Ironie. ... Weinberger breitet seine Miniaturen mit Sorgfalt vor dem Leser aus. Der staunt.«

Jenny Hoch, Spiegel online

»Eliot Weinberger ist eine so schillernde wie beeindruckende Person. ... Seine Essays sind kleine Kunstwerke, die uns verdeutlichen, dass wir alle, so Weinberger, Teil einer langen Erzählung sind. ... So treibt er in einer Welt, die schon längst ihre Unschuld verloren hat, wie ein Traumwandler von Element zu Element, um die darin unbemerkte Schönheit für
uns in leise Poesie zu verwandeln, die uns im Falle von „Das Wesentliche“ um irisierende Bilder und Fragen bereichert.«

Claudia Kramatschek, WDR 3

»Seltenen Sinn für die Ränder des Wissens, untrügliches Talent für Eleganz, aber auch unnachgiebig kriminalistisches Gespür für Gerechtigkeit hat man Eliot Weinberger bescheinigt. Und wer die Auftritte des New Yorker Poeten in der Zeitschrift »Lettre« verfolgt hat, ahnt, was in dem neuen Buch auf den Leser wartet: eine hintersinnige weltliterarische Blütenlese, die sprachgewordene Wunderkammer eines Mythografen, der sich seit den neunziger Jahren als Übersetzer von Octavio Paz und zuletzt auch als Anthologist von chinesischer Literatur einen Namen gemacht hat.«

Claudia Schmölders, Literaturen

»Eliot Weinberger schreibt in seinen brillanten Essays eine Poesie des Wissens.«

Daniel Sundermann, Die Literarische Welt

»Brillant, virtuos, witzig und scharfsinnig: Eliot Weinberger.«

Lutz Wendler, Hamburger Abendblatt

»Weinbergers Essays haben eine große Offenheit für Mitdenkende. Wenn er Bruchstücke der letzten 4000 Jahre Natur- und Menschheitsgeschichte liefert, dann ist die Welt wieder ein Stück gewachsen. Und vielleicht denkt man noch einmal neu nach über das Eigene im Fremden und umgekehrt.«

Michael Saager, Pony

»Eliot Weinberger scheint alles zu wissen und schreibt über das Wesentliche. In seinen brillanten Essays gibt er dem Idel vom Universalgelehrten ein neues, zeitgemäßes Gesicht. ... In diesem Band ist seine Vielseitigkeit und ruhige, stilistische Eleganz zu bewundern. Der zögerlich wieder in Mode kommende Ausdruck stupend wäre hierfür treffend. Verblüffend kann man genauso gut sagen.«

Andreas Martin Widmann, Titel-Magazin

»Er lebt in New York, doch er hat die ganze Welt im Blick: Eliot Weinberger.«

Sabine Neubert, Neues Deutschland

»Endlich ein Buch, in dem nichts Überflüssiges steht. ... Weinbergers unaufdringlich arrangierte Fundstücke machen staunen und halten uns einen facettenreichen Spiegel vor.«

Christopher Zimmer, Surprise