Maike Albath Der Geist von Turin

Pavese, Ginzburg, Einaudi und die Wiedergeburt Italiens nach 1943

Leseprobe In Mussolinis Italien, im Schatten der Fabriken von Fiat und Olivetti, begegneten sich in den dreißiger Jahren in Turin ein paar gebildete junge Leute. Sie gründeten Zeitschriften und Verlage, schrieben kritische Artikel, nahmen Verbannung und Gefängnis auf sich und fühlten sich als Avantgarde. Und das waren sie: Aus dem Kreis um Cesare Pavese, Leone und Natalia Ginzburg und den Einaudi-Verlag kam jener Geist, der nach 1945 das Klima intellektueller Freiheit in Italien wesentlich geprägt hat. Maike Albath, die Italien kennt und liebt, beschwört in ihrem Buch die Stadt und die einmalige geistige Landschaft, in der diese stolze Episode aus Italiens jüngerer Geschichte ihren Lauf nahm.


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Der Geist von Turin
192 Seiten · Abbildungen · Halbleinen · fadengeheftet · 164 x 228 mm
3. Auflage
Frühjahr 2010
ISBN 978-3-937834-37-5
EUR 19,00


Maike Albath
geboren 1966 in Braunschweig, lebt in Berlin. Sie hat mehrere Jahre in Turin und Padua gelebt und ist eine der profiliertesten Kennerinnen der... mehr



Rezensionen:


»Die Liebe Albaths zu ihrem Thema spricht aus jeder Zeile ... Ein gewagtes Unternehmen ist hier weder feuilletonistisch zerfleddert noch akademisch eingetrocknet, sondern schildert verlockend zwischen Hommage, biografischer Skizzenfolge, lockeren Apropos und der Präsentation eines faszinierenden Kapitels europäischer Geistesgeschichte.«

Joseph Hanimann, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Endlich wieder ein fulminantes deutsches Italienbuch. Beherrscht von jener Haltung, die auch für die anderen Titel gilt, hier aber besonders auffällt: Genauigkeit und Seele.«

Tilman Krause, Die Welt

»Eine der interessantesten Neuerscheinungen der letzen Jahre zur jungen Kulturgeschichte Italiens.«

Tobias Eisermann, WDR 3

»Ein klug komponiertes Sachbuch, das glänzende biografische Miniaturen enthält und zahlreiche Zeitgenossen zu Wort kommen lässt – was dem Buch seinen ganz besonderen Charme verleiht.«

Hans Woller, Neue Zürcher Zeitung

»Ein faszinierendes Buch, eine Art Betriebsanleitung für Italien. Die ideale Urlaubsvorbereitung.«

Denis Scheck, Druckfrisch (ARD)

»Ein wunderbar gemachtes Buch. Maike Albath bedient sich den journalistischen Gattungen der Reportage, des Portraits - das macht es so lesbar, so anschaulich und so nachvollziehbar wird.«

Julia Schröder, Kritikergespräch im Deutschlandfunk

»Wer noch einmal einen Eindruck davon bekommen will, wie sich die literarische Intelligenz souverän zur politischen Macht verhält, wie sie im ästhetischen Modus geschichtsmäßig sein kann, wie sich Politik, Ökonomie und Kunst durchdringen über Ideen, Personen, Geschichten, in einer bedeutenden europäischen Stadt, der ist mit Maike Albaths Buch und dem darin verwobenen Geist von Turin gut beraten. Es ist narrative Geschichtsschreibung der Mut machenden Art.«

Hubert Winkels, SWR-Bestenliste

»Seine Lebendigkeit und Anschaulichkeit gewinnt dieses Buch daraus, dass es so elegant wie unaufdringlich dem Modell von Natalia Ginzburgs »Familienlexikon« folgt. Und zugleich ist es ein Stück Geschichtsschreibung Italiens im zwanzigsten Jahrhundert.«

Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung

»Ein so informatives wie lesbares Buch. ... Seinen besonderen Mehrwert bezieht es daraus, dass Albath nicht einfach nur Bücherwissen zu einer Verlagsgeschichte kompiliert, sondern, ausgehend von der literarischen Faszination durch Texte Paveses oder Ginzburgs, Zeugen dieser Geschichte getroffen und befragt hat.«

Steffen Richter, Die Welt

»Eine vielschichtige und anspielungsreiche Kulturgeschichte der
Moderne am Beispiel Turins ... Ein schönes, so lehrreiches wie unterhaltendes Buch.«

Ulrich Bielefeld, RBB Kulturradio

»Mitreißend und kenntnisreich.«

3sat Kulturzeit

»Ein glänzendes Buch. Maike Albath schreibt leicht und elegant. Gekonnt verwebt sie Politik, Geschichte, Wirtschaft, Soziologie mit der Beschreibung von Verlagsmitarbeitern oder Autoren.«

Claudia Kühne, Tages-Anzeiger

»Ein elegantes, kluges Portrait.«

Rheinischer Merkur

»Maike Albath hat ein Stück europäischer Geistesgeschichte geschrieben.«

Hubert Spiegel, Kritikergespräch im Deutschlandfunk

»Eine elegante Studie.«

Andreas Schäfer, Der Tagesspiegel

»Maike Albath zeigt in ihrer Tour d'Horizon Routen durch die italienische Sozial- und Geistesgeschichte, die sich für ein deutsches Publikum zurück- und weiterzuverfolgen lohnen. Denn wenn wir schon keinen Pasolini hervorgebracht haben, sollte uns wenigstens ein Berlusconi erspart bleiben.«

Ambros Waibel, die tageszeitung

»Neben den ausführlichen Biografien der Verlagsgründer und prominentesten Lektoren bietet »Der Geist von Turin« auch eine profunde und leidenschaftliche Einführung in die italienische Geistesgeschichte – ein Buch, dessen Lektüre auch für Nichtkenner italienischer Literatur lohnenswert ist.«

Bea Sommersguter, ORF

»Ein bestechendendes Buch. ... Mit ihrer Chronik der Dynastie Einaudi legt Maike Albath ein »Familienlexikon« von exemplarischer Bedeutung vor. ... Amüsante Anekdoten lockern die detailliert beschriebene Verlagsgeschichte mit ihren wechselnden Protagonisten auf, die eng mit der politischen Geschichte Italiens verwoben ist.«

Isabella Pohl, Der Standard

»Ein fein ausbalanciertes essayistisches Gemisch, das auf gelehrte Fußnoten verzichtet und dafür auch die bitteren Aromen der Brüche im Leben der beschriebenen Männer und Frauen zur Geltung kommen lässt.«

Matthias Opis, Die Presse (Spectrum)

»Eine grandiose kulturgeschichtliche Studie.«

Sigrid Schuer, Weser-Kurier

»Ein kluges, leidenschaftliches Buch, das hineinführt in die moderne Kultur- und Zeitgeschichte.«

Madame

»Dass sich Albath auf die Porträts dieser unterschiedlichen Charaktere konzentriert, denen der Verlag ein gemeinsames geistiges Dach bot, gibt ihrer Abhandlung die plastische Anschaulichkeit, die sie über einen historischen Abriss weit hinaushebt. Albath hat nicht nur sehr gründlich recherchiert, sie hat auch Begleiter und Nachkommen der Verlagsgründer besucht und befragt. Dass sie selbst mehrere Jahre in Turin gelebt und die Stadt zu lieben gelernt hat, sorgt für Schilderungen von atmosphärischer Dichte.«

Bettina Schulte, Badische Zeitung

»Maike Albath gelingt es, die Aufbruchsstimmung dieser Jahre plastisch zu schildern.«

Roland H. Wiegenstein, Die Berliner Literaturkritik

»Maike Albaths Buch lässt ihn lebendig werden, indem sie nicht nur Daten und Fakten zusammenträgt, sondern erzählt. Sie hat lange in Turin gelebt und vermittelt das besondere Klima ... Ihre wache Sympathie zeigt sich vor allem in den einfühlsamen Portraits.«

Gisela Trahms, Titel-Magazin

»In gelungenen Montagen, in denen Albath private Perspektiven ihrer Protagonisten mit Sichten auf die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verschränkt, entwickelt sie ein komplexes Bild der Geschichte, in dem die Verstricktheiten und Anstrengungen der Befreiung adäquat zum Ausdruck kommen, ohne dass ein grobkörniger Schwarzweißzeichner eingesetzt wird.«

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