Antonio Callado Der Tote im See

Leben und Verschwinden des Colonel Fawcett im brasilianischen Regenwald

Leseprobe Der britische Colonel Percy Fawcett war ein ­Abenteurer aus dem Bilderbuch (und Vorbild für Steven Spielbergs »Indiana Jones«): Von Sri ­Lanka verschlug es ihn auf der Suche nach einer geheimnisvollen untergegangenen Stadt in den bra­silianischen Urwald, wo er 1925 auf einer seiner Expeditionen verschwand. Die Suche nach den Überresten des Colonels wiederum geriet zu ­einem ähnlich aufregenden Abenteuer – zumindest für den brasilianischen Journalisten Antonio ­Callado, der sich im Auftrag eines publicityhungrigen Medien­moguls 1952 auf die Reise ins Unbekannte machte. Zusammen mit Fawcetts Sohn besuchte er die indigenen Brasilianer, die damals noch gar nicht wussten, dass sie Brasilianer waren, und nichts dabei fanden, einen unhöflichen »Ingelesi« verschwinden zu lassen ...


Antonio Callado
Der Tote im See
Aus dem Portugiesischen von Peter Kultzen
120 Seiten · Abbildungen · Halbleinen · fadengeheftet · 164 x 228 mm
Herbst 2013
ISBN 978-3-937834-66-5
EUR 20,00


Antonio Callado
geboren 1917, arbeitete während des Zweiten Weltkriegs in London für die BBC, schrieb später für alle wichtigen Zeitungen Brasiliens, berichtete... mehr

Peter Kultzen
wurde 1962 in Hamburg geboren und lebt als freier Lektor und Übersetzer aus dem Spanischen und Portugiesischen in Berlin. 1994 und 2011 erhielt er... mehr



Rezensionen:


»Die Lektüre des ›Toten im See‹ bietet eine faszinierende Übung in Sichtweisen auf die Welt.«

Walter Klier, Wiener Zeitung

»Ein bedeutsamer Mosaikstein also aus der Geschichte der brasilianischen Literatur, von Peter Kultzen in angenehmes Deutsch gebracht.«

Eberhard Geisler, Neue Zürcher Zeitung

»Wunderschön gestaltet und immer noch höchst spannend zu lesen.«

Ronald Düker, Literaturen

»Der Bericht verhandelt jedoch weit mehr als die kriminalliterarische Aufklärung von Fawcetts Ende. Vielmehr entwickelt er sich zum Text über den Urwald selbst.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung

»So viel Literatur kann im Journalismus sein.«

Peter Pisa, Kurier

»Ein höchst lesbares Stück Umwelt-, Geschichts- und Selbsterschließung.«

Erhard Schütz, Freitag

»All das ist eindringlich und mitreißend geschrieben, oft auch mit einem guten Schuss Ironie.«

Günter Wessel, Deutschlandradio Kultur

»Wer diesen schmalen Band zur Hand nimmt, wird auf überraschende Weise zwischen 1925, 1953 und der Gegenwart zu springen befähigt: zur aktuellen Debatte um das Staudammprojekt Belo Monte am Rio Xingu. Warum? Weil hier ein Autor am Werk war, der den Mut hatte, keine seiner Beobachtungen auszuerzählen. Damit hat er die Neugier des Lesers auch posthum auf seiner Seite.«

Nicole Dietrich, Ö1 Hörfunk

»[Callado ging es] um das Verhältnis von Mythos und Wirklichkeit […] in diesem schmalen, wilden Buch mit seinen grundstürzenden Einsichten.«

Christian Thomas, Frankfurter Rundschau

»Antonio Callado schreibt weit mehr als eine Reportage über einen ermordeten Abenteurer.«

Viola Stocker, TITEL kulturmagazin