Franz Overbeck
Erinnerungen an Friedrich Nietzsche

Leseprobe Franz Overbeck war Friedrich Nietzsches bester Freund. Er blieb es über dessen geistigen Zusammenbruch im Januar 1889 hinaus, weil er nie zum Apostel des Philosophen wurde. Den Freund betrachtet er in diesen Erinnerungen nicht als Genie, sondern als sensiblen, vielfach gebrochenen Menschen. Nietzsche erscheint hier nicht als Ausnahmemensch, sondern als Zeitgenosse, weniger seiner Zeit voraus als vielmehr ganz und gar ein Teil von ihr. Neben den Erinnerungen stehen die Briefe, die Overbeck noch unter dem Eindruck von Nietzsches Zusammenbruch an dessen ergebenen Jünger Heinrich Köselitz (Peter Gast) schrieb. Sie erscheinen hier, ebenso wie die Erinnerungen, zum ersten Mal als Buch, mit einem Essay von Heinrich Detering: »Beschreibung eines Kampfes«.


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Erinnerungen an Friedrich Nietzsche
Mit Briefen an Heinrich Köselitz (Peter Gast) und einem Essay von Heinrich Detering
160 Seiten · Halbleinen · fadengeheftet · 164 x 228 mm
Frühjahr 2011
ISBN 978-3-937834-44-3
EUR 20,00


Franz Overbeck
Franz Overbeck, geboren 1837, gestorben 1905, war Professor für Neues Testament und Alte Kirchengeschichte an der Universität Basel, wo er zu den... mehr



Rezensionen:


»Overbecks ›Erinnerungen an Friedrich Nietzsche‹ gehören zu den ersten ernst zu nehmenden Auseinandersetzungen mit Nietzsche, jenseits von Ignoranz und Apologetik. […] Overbecks Blick auf Nietzsches Leben und Werk ist ebenso schonungslos offen wie anrührend.«

Rudolf Walther, Frankfurter Rundschau

»Gerade die letzten grässlichen Bilder des Freundes will Overbeck im Schreiben über Nietzsche in die richtige Relation zum Ganzen setzen, indem er eine ausgewogene Gesamwwürdigung versucht.«

Johan Schloemann, Süddeutsche Zeitung

»[Die] Detaillierung und Auflösung von Eigenschaften, die Nietzsche sich selbst zusprach oder seiner Umgebung rhetorisch aufzudrängen suchte, machen Overbecks Arbeit an Nietzsche aus.«

Henning Ritter, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Einer der wichtigsten Texte der Wirkungsgeschichte des Philosophen [...] Eines der merkwürdigsten, ambivalentesten Porträts der deutschen Geistesgeschichte.«

Wolfgang Schneider, Deutschlandradio Kultur

»Ein aus heutiger Sicht aufregend modern anmutendes Portrait.«

Oliver Pfohlmann, WDR3

»Ein einzigartiges Dokument, eine faszinierende Mischung, geschrieben von einem, der stets kritisch-wohlwollender Freund und niemals blinder Anhänger war.«

Hartmut Horstmann, Westfalen-Blatt

»Overbecks Erinnerungen sind ein aus heutiger Sicht aufregend modern anmutendes
Nietzsche-Porträt.«

Oliver Pfohlmann, literaturkritik.de

»Erweitert um einen exzellent geschriebenen, kritisch-informativen Essay von Heinrich Detering. ... Es ist tief berührend, das alles aus der Feder eines Menschen, der Nietzsche so nahe war und ihn aus alltäglichem Umgang kannte, zu lesen. ... Vorzüglich ediert.«

Bettina Hartz, Kultiversum

»Die erste und beste Quelle über Nietzsches Zusammenbruch.«

Botho Cude, Rationalgalerie