Christopher Isherwood Löwen und Schatten
Eine englische Jugend in den zwanziger Jahren
Leseprobe
Der Film »Cabaret« machte Christopher Isherwood weltberühmt. Berühmt war er schon: als Verfasser jener zwei Romane, die im Berlin der beginnenden Nazi-Zeit spielen und zur Vorlage des Films wurden; und, weil er mit Stephen Spender und W. H. Auden ein spektakuläres Trio bildete. Seine Jugenderinnerungen aus Schule und Universität, Cambridge und London lesen sich als eine »Education sentimentale« wie es nur wenige gibt in der Weltliteratur. Eine komisch ironische Schilderung von Tagträumen, Einsichten, fast ein Roman: darüber, wie alles anfing: Die Liebe zur Literatur und die zu den Männern.
Christopher Isherwood
Löwen und Schatten
Aus dem Englischen und mit einer Einleitung von Joachim Kalka
320 Seiten · Halbleinen · fadengeheftet · 134 x 200 mm
Frühjahr 2010
ISBN 978-3-937834-36-8
EUR 25,00 / sFR 42,90
Christopher Isherwood
geboren 1904 in England, gestorben 1986 in Kalifornien, studierte in Cambridge Medizin und lebte von 1929 bis 1933 als Sprachlehrer in Berlin. In dieser Zeit spielen seine beiden berühmtesten Romane, Mr. Norris Changes Trains und Good-Bye to Berlin, die als glänzende literarische Beschreibung der künstlerischen Subkultur im Berlin der beginnenden Nazizeit weltberühmt und zur Vorlage des Films »Cabaret« mit Liza Minnelli und Michael York wurden. Isherwood ging 1939 in die USA, wo er bis an sein Lebensende blieb. Er schrieb Theaterstücke, Drehbücher, Romane und autobiographische Bücher.
Joachim Kalka
geboren 1948, lebt als Kritiker und Übersetzer in Stuttgart. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verlieh ihm für sein Übersetzungswerk 1996 den Johann-Heinrich-Voß-Preis und wählte ihn im folgenden Jahr zum Mitglied. 2009 nahm ihn die Bayerische Akademie der Schönen Künste auf. Unter seinen zahlreichen Übersetzungen sind Werke von Angela Carter, Guillermo Cabrera Infante, Arthur Machen, Peter Matthiessen, Martin Amis, Russell Hoban, Gilbert Sorrentino und Jean-Noël Pancrazi. Für den Berenberg Verlag übersetzte er John Maynard Keynes, Léon Blum, G. K. Chesterton, A. J. Liebling, Jean Giraudoux und Christopher Isherwood. Hier erschienen auch seine Essaybände »Phantome der Aufklärung« (2005) und »Hoch unten« (2008).
Rezensionen:
»Selten ist über dieses Junktim im Zeichen der Sinnlichkeit so leidenschaftlich und so originell nachgedacht worden wie von Isherwood, der mit seinen Berlinromanen der frühen Dreißigerjahre unsterblich wurde. Wie er wurde, wofür wir ihn heute lieben, erfahren wir hier.«
Tilman Krause, Die literarische Welt